Presse

FAZ

 

1.11.2001

 

 

 

Ein Paradies für Kürbisse in der Wetterau

Ein großes Transparent weist an der Bundesstraße 45 in Niddatal-Ilbenstadt derzeit den Weg zum Paradies für Kürbisliebhaber. Ob typisch orange, dunkelrot, weiß, grün, mit Warzen oder ohne, ob als Elefant oder buntbemaltes Kürbismännchen - auf dem Hof der Familie Burtschell lagern derzeit Hunderte von Kürbissen auf Strohballen, in Kisten oder auf Tischen, um als Gemüse verarbeitet oder als Dekoration aufgestellt zu werden. Vor zwei Jahren hat sich Elisabeth Burtschell
bei einem Einkaufsbummel

in Friedberg von der Halloween-Begeisterung anstekken lassen. Aus der Faszination für die eigentlich aus Mittel- und Südamerika stammenden Gewächse ist inzwischen eine weitere Verdienstmöglichkeit für die Familie geworden. Auf einer Fläche von etwa einem Hektar haben Elisabeth und Norbert Burtschell in diesem Jahr etwa 100 Kürbissorten angebaut. Neben den klassischen Garten- oder Halloween-Kürbissen verkaufen die Burtschells auch Zierkürbisse, Spaghettikürbisse,

Ölkürbisse
und Speisekürbisse sowie weitere Obstsorten und hausgemachte Wurst. Kinder erhalten zudem gratis eine Schnitzanleitung für kuriose Kürbisfratzen. Interessierten Feinschmeckern bietet Elisabeth Burtschell Koch- rezepte für Gerichte wie Nudeln m. Kürbis-Spinat-Soße oder Kürbis-Tomaten-Gratin an. Geöffnet ist das" Kürbisparadies Burtschell", Hanauer Straße 1 (direkt an der Bundesstraße 45),
montags bis freitags
von 9 bis 19 Uhr sowie
samtags von 9 bis 16 Uhr

 

WZ

3.11.200

Eine Kürbisparade mit Raritäten

Ilbenstädter Landwirte präsentierten Spezialitäten -
Sogar der HR zeigte Interesse

Niddatal: Halloween lässt grüßen !Da zu blinkten nachts gespenstische Lichter in ausgehöhlten Kürbisköpfen.Die Ilbenstädter Landwirte zeigten Mut zum Risiko und liegen voll im Trend, denn mittlerweile steigt die Nafrage an Kuriositäten wie zum Beispiel dem Spaghetti-Kürbis, dem Warzenkürbis oder der »Blauen Banane«. Neben diesen Zierkürbissen gab es auch lustig bemalte Kürbisgesichter sowie Laternen- kürbisse, dazu kostenlose Rezepte. Und nach einem Sendebeitrag in HR 4 konnte man sich vor Nachfragen kaum retten.

Für die »Kürbisparade« des Veith-Hofs in Ilbenstadt zeigte sogar.der Hessische Rundfunk Interesse. Eine Auswahl von rund 60 zum Teil sehr seltenen Kürbisspezialitäten, ist vor dem Hof aufgetürmt. Foto: Stehr

 

Frankfurter Rundschau

Samstag, 8.9.2001

Schmeckt gut und sieht gut aus"

Elisabeth Burtschell ist geradezu vernarrt in Kürbisse:
Über 100 Sorten wachsen bei ihr

Von Volker Trunk

 

NIDDATAL. Woher der"Spaghettikürbis" seinen Namen hat, weiß Elisabeth Burtschell genau. Dem Rohling sieht man die Nähe zur Nudel nicht an. Ist die Ei-förmige Frucht allerdings gegart, erinnert das Fleisch mit seinen Fäden sehr wohl an die italienische Teigware. "Dazu empfehle ich eine kräftige Soße", rät die Bauersfrau aus Ilbenstadt.Kürbis sind die Leidenschaft der 48 -jährigen Landwirtin, die mit ihrem Mann Norbert und den zwei Kindern den Betrieb im Niddataler Ortsteil an der Bundesstraße nach Hanau bewirtschaftet. Wenn die Tage kürzer werden und sich ungemütliches Herbstwetter breit macht, erfreut sich Elisabeth Burtschell an der Pracht, die auf ihren Äckern reift. Über 100 Sorten hat sie aus Samen gezogen, und die Ergebnisse können Besucher auf dem großen Hof nicht nur bewundern, sondern auch kaufen. "Die Farben tun einem im Herbst schon gut", sagt sie. Ein Spaziergang über ihre Felder sei “wie Ostereier suchen”.
Sie sind weiß, gelb, orange, grün, gefleckt und gestreift, länglich oder rund, haben durchweg einen eher zarten Geschmack und sind ziemlich gesund, weil sie wenig Fett und Kohlehydrat enthalten, dafür aber viele Vitamine enthalten. Und sie finden in der Herbst- und Winterküche reichlich Verwendung. Die Schale umhüllt Laternenlichter, und als Masken sind sie besonders zu Halloween gefragt. Dass das Männchen auf dem Bauernhof der Burtschells einen Kopf aus Kürbis hat, überrascht niemand mehr. Dabei hat sich der Hof erst seit zwei Jahren zur Adresse für Kürbis-Fans entwickelt. Bei einem herbstlichen Spaziergang durch Friedberg waren ihr die hübschen Dekorationen mit Kürbissen aufgefallen. "Da ist was im Kommen", hat sich die patente Frau gesagt und für sich die Frucht entdeckt.
Vor allem von der Farbenpracht der Kürbisse ist sie begeistert. Aber auch geschmacklich sagen ihr die mitunter klobigen Klötze zu. Am liebsten isst sie ihre Kürbis-Kartoffel-Suppe, mit Zwiebeln, Knoblauch, weich gekochten Knollen und Kürbissen. Ein bisschen Schnittlauch drüber , gut würzen, fertig: "Schmeckt gut und sieht gut aus".
Zum Schnitzen ist die Frucht ebenso geeignet wie zum Kochen:

Auf dem Bauernhof der Familie Burtschell in Ilbenstadt dreht sich im Herbst vieles um den Kürbis. (Bild:HaraldHerbert)

 

 

 

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